Samstag, 7. Januar 2012

Rückrundenvorschau: VfL Wolfsburg

Ausgangslage: Felix Magath ist zurück!!! Das heißt also: Alles wird gut!!! So ungefähr war die Stimmung im Sommer. Wirklich besser ist alles aber nicht geworden. Wolfsburg hängt im Mittelmaß fest.
12 neue Spieler holte Magath im Sommer. Frei nach seinem beliebten Motto: irgendeiner von denen wird schon passen... von diesen 12 Neuen galten 9 erstmal als Fehlgriffe, die andern drei waren nicht zu bewerten... Die 9 Millionen, die Magath in Christian Träsch investiert haben, lassen Michael Meier wie ein Genie aussehen. Irgendwie sollten die Zeiten, in denen man Magath einfach machen lässt, doch vorbei sein. Ja, er hatte da diesen einen riesigen Erfolg. Einmal in seinem Leben hat die "Wir kaufen wahllos ein" Strategie zu der Richtigen Chemie geführt. Seitdem hat der Trainer Magath eigentlich nur bewiesen, dass er besser wäre, wenn er auf junge Spieler setzen könnte...
Der Manager Magath setzt sich aber durch und kommt zu dem Schluss, dass, wenn er unendlich viele Spieler kauft, schon 11 gute dabei sein werden... dass die Wahrscheinlichkeit, dass diese 11 guten dann gemeinsam auf dem Platz stehen, eher geringer wird... aber Fußball ist ja bekanntlich keine Mathematik...
Die Reaktion im Winter lautete jedenfalls: 7 neue Spieler. Und wenn ihr keinen davon kennt, muss das nichts bedeuten... Kostenpunkt sind aber trotzdem nochmal 20 Millionen Euro. Irgendwo in einem VW Werk in Niedersachsen fragen sich die Angestellten, wieviele Puffs man sich von diesem Geld mieten könnte...
Das Ergebnis: die Wolfsburger Fans (so es sie denn gibt) wissen gar nicht genau, wen sie eigentlich auspfeifen sollen... und lassen es lieber bleiben...

Wer soll's richten? Wer soll die auseinanderhalten? Einer von diesen 7 Neuen halt... und wenn die es nicht richten, dann die nächsten 13 Neuen, die im Sommer kommen werden. Die Problemlösungen werden woanders gesucht, während die ersten Spieler des A-Jugend Meisters schon mal weitergreicht werden... Was halt eigentlich total irre ist: seinen eigentlich größten Erfolg feierte Magath mit dem 2. Platz, den er mit dieser Jungen Schalker Mannschaft holte: Junge, hunrige, entwicklungsfähige Spieler, die bereit waren für ihren Trainer durchs Feuer zu gehen. Aber anstatt sich an diesen Erfolgsweg zu halten (und damit vielleicht auch mal ein Jahr Mittelmaß zu ertragen), pumpt er jedes halbe Jahr Millionen in seine Mannschaften, nur um trotzdem nur Mittelmaß zu sein.
Aber hey, Wolfsburg ist ihm so dankbar für die eine Meisterschaft (nicht zu unrecht) und ohne ihn so schlecht aufgestellt (nennt mir einen anderen Angestellten in der Fußballabteilung von VW. OHNE zu googlen.), dass sie ihn wohl noch ne Weile weiterwurschteln lassen werden. Aber ob er damit nochmal so erfolgreich sein wird...

Leischtungschträger: Das Problem mit den Leischtungschträgern: man braucht da schon irgendwie Spieler, die man kennt. Und zum Wolfsburger Rückrundenauftakt könnten wir 7 neue Spieler in der Startelf stehen. Von denen wird mindestens einer Leischtung bringen, aber wer?
Aber hey, Christian Träsch und Thomas Hitzlesperger sind ja da... und das sind beides Deutsche Nationalspieler. Ok, eigentlich nur Nationalschwaben, außerhalb von Stuttgart glaubt eigentlich niemand, dass die für die Nationalelf zu gebrauchen sind... Und außer Magath hätte nur ein Trainer 9 Millionen für Träsch bezahlt: Jogi Löw.
An sonsten fasst Alexander Madlung die Wolfburger Personalpolitik passend zusammen: 3 neue Verteidiger hat Magath im Sommer geholt. 2 davon als Führungsspieler aus Frankfurt... und am Ende spielt der eine, der vorher schon im Kader war... der aber im Meisterjahr eigentlich nicht gut genug für diese Mannschaft war...

Was würde Michael Oenning aus dieser Mannschaft machen? Im ersten Training denkt sich Oenning: "Boah, sind das viele. Wie soll ich die denn alle auseinander halten? Und welche Sprache sprechen die eigentlich." Aber er geht offen und ehrlich mit seinen Spielern um: "Jungs, ich habe keine Ahnung. Weder wer ihr seid, noch was ihr könnt, aber ich will fair zu euch sein: Die Aufstellungen werden ausgewürfelt. Das taktische Konzept  behalten wir einfach bei." Die eine hälfte der Spieler versteh einfach kein Deutsch... ein Viertel denkt sich: "Dann bleibt ja alles beim alten." und der Rest freut sich, dass es endlich vorwärts geht. Nach außen hin wirkt es aber so, als hätten die Wolfsburger nie ihren Trainer gewechselt... und im grauen Mittelmaß bleiben sie auch stecken...

1 Kommentar:

  1. Von Magath lernen, heißt siegen lernen. Deshalb unterschreibt Oenning beim VFL einen Vertrag als Trainer-Manager-Geschäftsführer bei der Fußball GmbH sowie als Betriebsrat bei VW. Um Magaths Transferaktivitäten nicht nachzustehen, verpflichtet Oenning sämtliche Spieler der Betriebself des VW-Werks, zusätzlich zum aktuellen Kader. Unter der Ägide von Oenning (14 Spiele, ein Sieg) bestimmen die Spieler selbst ihre taktische Formation, einschließlich der Vorbereitung auf den Gegner. Nach seiner Entlassung übernimmt Oenning die sportliche Leitung der zurücktransferierten Betriebself des Stammwerks und wird nach erneut einem Sieg aus 14 Spiel nach der 0:1 Heimniederlage gegen den TuS Lingen entlassen.

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